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LehrplanLehrkräfte · Jahrgang 7Teilweise verfügbarStand Details

Wahlpflichtfach Informatik

für die Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen

Ein Vorschlag für einen schulinternen Lehrplan, angelegt auf die vollständige Abdeckung des Kernlehrplans – mit besonderem Fokus auf praktischen Elementen und Lebensweltbezug im Bereich der Mikrocontroller. Statt Informatik nur am Bildschirm zu denken, entsteht in jedem Jahrgang ein Gerät, das man anfassen kann.

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Privater Vorschlag, nicht amtlich – Hinweise

Die vier Jahrgänge

Jeder Jahrgang führt mehrere Unterrichtsvorhaben, die von einem gemeinsamen Bauvorhaben getragen werden. Neben jedem Unterrichtsvorhaben steht, womit praktisch gearbeitet wird.

Jahrgang 7

ausgearbeitet

Bauvorhaben: Mein erstes Gadget — Ein Gerät mit Tastern, 8×8-Leuchtmatrix, Summer und Funkverbindung zu einem zweiten Gerät, untergebracht in einem selbst gedruckten Gehäuse.

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Jahrgang 8

in Arbeit

Bauvorhaben: zwei Halbjahresvorhaben — Ausbau um Sensorik: Das Gerät misst, entscheidet und wertet eigene Messreihen aus.

5 Unterrichtsvorhaben anzeigen
  • VIInteraktive Programme entwickelnReaktion auf Eingaben und Ausgaben entwerfen, testen und begründen
  • VIIZustände und Automaten modellierenModuswechsel oder Menü des Geräts als Automaten modellieren und mit Testfällen prüfen
  • VIIIBenutzbare Anwendungen planen und gestaltenBedienlogik und Menüführung planen, mit Nutzenden testen und begründet überarbeiten
  • IXDatenbasierte Entscheidungen und KI verstehenEntscheidungsbaum auf selbst gemessenen, nichtpersonenbezogenen Daten
  • XDaten erfassen, strukturieren und auswertenEigene Messreihe erheben, strukturieren, auswerten und ihre Aussagegrenze begründen

Jahrgang 9

in Arbeit

Bauvorhaben: zwei Halbjahresvorhaben — Übergang zur Textsprache und zu echter Elektronik am Steckbrett: Sensoren, Aktoren und ein Regelkreis.

4 Unterrichtsvorhaben anzeigen
  • XITextbasierte Algorithmen strukturiert entwickelnBekannte Geräteabläufe in Textcode überführen, tracen und debuggen
  • XIISichere Kommunikation und asymmetrische Verschlüsselung beurteilenDen offenen Schlüsseltausch aus Jahrgang 7 aufgreifen und lösen
  • XIIIDokumente und Websysteme regelgeleitet gestaltenEine lokale Statusseite des Geräts als regelgeleiteten Quelltext planen und prüfen
  • XIVEingebettete Informatiksysteme mit Sensoren und Aktoren entwickelnSensor-Aktor-Regelkreis aufbauen; Code-, Verdrahtungs-, Versorgungs- und Umweltfehler trennen

Jahrgang 10

in Arbeit

Bauvorhaben: ein Jahresvorhaben — Logik auf dem Steckbrett, strukturierte Daten und ein Abschlussprodukt mit Bewertung.

4 Unterrichtsvorhaben anzeigen
  • XVLogische Entscheidungen und Schaltungen modellierenEntscheidungslogik als Wahrheitstabelle und als reale Gatterschaltung aufbauen
  • XVIDaten strukturiert speichern, abfragen und schützenNichtpersonenbezogene Gerätedaten modellieren, abfragen und Datenminimierung prüfen
  • XVIIProgramme modular entwickeln und testenGewachsenen Gerätecode in Module zerlegen, dokumentieren und mit Randfällen testen
  • XVIIIKI-Systeme vertieft untersuchen und bewertenKlassifikation auf eigenen Messdaten; Regel und gelerntes Modell vergleichen

Warum ein praktischer Zugang

Ein Gerät, das sichtbar reagiert, gibt allen denselben Gegenstand.

An einer Gesamtschule sitzt in einem Kurs die ganze Bandbreite: Kinder, die abstrakte Modelle mühelos mitdenken, und Kinder, für die ein Begriff erst existiert, wenn er etwas tut. Ein Gerät, das sichtbar reagiert, gibt beiden denselben Gegenstand – und macht Fehler zu etwas Beobachtbarem statt zu etwas Beschämendem.

Ein rein theoretischer Zugang ist nicht falsch – er ist nur voraussetzungsreich. Er verlangt, dass Lernende einem Modell vertrauen, dessen Gegenstand sie nie gesehen haben. Für einen Teil einer Gesamtschulklasse funktioniert das gut. Für einen anderen Teil bleibt Informatik dann eine Sammlung von Wörtern, die man für eine Arbeit lernt und danach vergisst.

Was Kinder dabei lernen

  • Ein Begriff, der etwas tut

    Eine Bedingung ist keine Vokabel, sondern der Grund, warum das Gerät bei Tastendruck reagiert und sonst nicht. Wer die Bedingung falsch setzt, sieht es sofort – am eigenen Aufbau, ohne dass jemand es sagen muss.

  • Fehler werden untersuchbar

    Am Bildschirm ist ein Fehler oft nur eine rote Zeile. Am Gerät wird die Frage konkret: Liegt es am Ablauf, am Aufbau, an der Stromversorgung oder an der Umgebung? Diese Unterscheidung ist eine eigene informatische Kompetenz, und ein realer Aufbau bietet dafür besonders viele Anlässe.

  • Etwas, das man behält

    Am Ende des Jahres steht ein fertiges Gerät auf dem Tisch, das eigene Muster anzeigt und eine verschlüsselte Nachricht verschickt. Das trägt über die Durststrecken eines Schuljahres hinweg, an denen ein Bildschirmprodukt nicht mehr motiviert.

  • Anschluss an Technik und Beruf

    Mikrocontroller stecken in Waschmaschinen, Autos, Heizungen und Spielzeug. Wer einmal selbst einen programmiert hat, sieht in diesen Geräten kein Wunder mehr, sondern Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe – ein Zugang, der bis in die Berufsorientierung trägt.

  • Zugänge für verschiedene Köpfe

    Zeichnen, Stecken, Erklären, Programmieren, Testen: Ein Bauvorhaben bietet mehr Einstiege als eine reine Bildschirmaufgabe. Wer beim Programmieren hängt, kann über das Modell einsteigen – und umgekehrt.

  • Ohne Voraussetzungen für Familien

    Alle Bauteile sind Schulbestand. Es wird nichts vorausgesetzt, was zu Hause vorhanden sein müsste, und die Note hängt an Modell, Test und Begründung – nie an Material oder Geschick.

  • Fachliche Ansprüche bleiben

    Der praktische Weg dreht die Reihenfolge um: Erst entsteht ein Problem, das das Gerät sichtbar nicht löst, dann der Begriff, der es löst. Das ist langsamer in der Einführung und schneller im Behalten. Und es macht die Kompetenzen des Kernlehrplans nicht kleiner – die Nachweise sind dieselben, sie entstehen nur an einem anderen Gegenstand.

Abdeckung des Kernlehrplans

Der Kernlehrplan für das Wahlpflichtfach Informatik nennt 67 inhaltsbezogene Kompetenzerwartungen in sechs Inhaltsfeldern, verteilt auf zwei Progressionsstufen (bis Ende Jahrgang 8 und bis Ende Jahrgang 10). Ein schulinterner Lehrplan muss nachweisen, dass alle davon in den Unterrichtsvorhaben ihren Ort haben.

Die folgende Übersicht führt alle 67 Kompetenzerwartungen und weist für jede aus, in welchen Unterrichtsvorhaben sie vorgesehen ist. Keine Erwartung bleibt ohne Ort; mehrere Nennungen bedeuten Wiederaufnahme auf höherem Niveau. Der praktische Zugang verkleinert die fachlichen Ansprüche nicht – er verändert den Gegenstand, an dem sie entstehen.

Wichtig für die Einordnung: Die Zuordnung ist für alle vier Jahrgänge vorgenommen, ausgearbeitet ist bisher nur Jahrgang 7. Für die Jahrgänge 8 bis 10 steht damit fest, wo eine Kompetenz ihren Ort hätte – nicht, wie der Unterricht dort aussieht. Und keines der Unterrichtsvorhaben wurde bisher tatsächlich unterrichtet; ein Nachweis im eigentlichen Sinne entsteht erst in der Durchführung.

Vollständige Kompetenzmatrix

Inhaltsfeldgesamtausgearbeitet · teils · geplant
Information und Daten153 ausgearbeitet · 2 teils · 10 geplant
Algorithmen130 ausgearbeitet · 3 teils · 10 geplant
Automaten und formale Sprachen80 ausgearbeitet · 0 teils · 8 geplant
Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen70 ausgearbeitet · 0 teils · 7 geplant
Informatiksysteme122 ausgearbeitet · 2 teils · 8 geplant
Informatik, Mensch und Gesellschaft120 ausgearbeitet · 7 teils · 5 geplant

Verlässliche Quelle des Landes

Dieser Vorschlag ersetzt nichts. Wer eine amtliche Grundlage sucht, findet im Lehrplannavigator des Landes Nordrhein-Westfalen den Kernlehrplan und einen dort vorgeschlagenen schulinternen Lehrplan für das Fach.

Lehrplannavigator NRW · WP Informatik (ab 2023/24), GesamtschuleÜbersichtsseite mit Kernlehrplan, Implementationsmaterial und Beispielen (lehrplannavigator.nrw.de)
Kernlehrplan WP InformatikDas verbindliche Dokument des Landes, PDF
Beispiel für einen schulinternen LehrplanDer vom Land vorgeschlagene schulinterne Lehrplan als Word-Dokument – die Vorlage, an der sich auch dieser Vorschlag orientiert

Hinweise & Lizenz

Was hier steht – und was nicht

  • Diese Seiten sind ein Vorschlag für einen schulinternen Lehrplan, angelegt auf die vollständige Abdeckung des Kernlehrplans – kein amtliches Dokument und nicht durch eine Fachkonferenz beschlossen.
  • Für die inhaltliche Richtigkeit wird keine Haftung übernommen. Wer damit arbeitet, prüft die fachlichen Aussagen und die Passung zum eigenen Kurs selbst.
  • Bei der Ausarbeitung wurde mit KI gearbeitet. Konzeption, Entscheidungen und Prüfung liegen bei einer Lehrkraft; die Texte, Tabellen und Modelle sind mit KI-Unterstützung entstanden.
  • Die Veröffentlichung erfolgt im privaten Rahmen, falls jemand Interesse daran hat. Es besteht kein Anspruch auf Aktualität, Vollständigkeit oder Weiterpflege.
  • Eigene Texte, Tabellen, Abbildungen und CAD-Modelle dieser Seiten stehen unter CC BY-NC 4.0 – Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung. Wer damit arbeitet, darf sie teilen und bearbeiten, solange Hannes Klegrewe genannt wird und keine kommerzielle Verwertung erfolgt.

Weitergabe und Nutzung

Eigene Texte, Tabellen, Abbildungen und CAD-Modelle dieser Seiten stehen unter CC BY-NC 4.0 – Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung. Wer damit arbeitet, darf sie teilen und bearbeiten, solange Hannes Klegrewe genannt wird und keine kommerzielle Verwertung erfolgt. Der volle Lizenztext steht unter Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell 4.0 International.

Nicht von der Lizenz erfasst sind:

  • die wörtlich wiedergegebenen Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans – sie stammen aus dem amtlichen Dokument des Landes Nordrhein-Westfalen und werden hier nur zur Nachweisführung zitiert
  • die im 3D-Viewer verwendeten Programmbibliotheken Dritter, die unter ihren eigenen Lizenzbedingungen stehen

Für eine Namensnennung genügt: „Hannes Klegrewe, lernen.hkleg.de, CC BY-NC 4.0“.