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Jahrgang 7

Fünf Unterrichtsvorhaben, ein Bauvorhaben: „Mein erstes Gadget“

Ein Gerät mit Tastern, 8×8-Leuchtmatrix, Summer und Funkverbindung zu einem zweiten Gerät, untergebracht in einem selbst gedruckten Gehäuse. Jedes Unterrichtsvorhaben baut eine Funktion hinzu und untersucht sie fachlich – das Gerät ist kein Nebenprodukt, sondern der Gegenstand, an dem die Begriffe entstehen.

Die fünf Unterrichtsvorhaben

Der Aufbau im Überblick

Alle Bauteile zusammen ergeben den Steckaufbau, der über das Schuljahr wächst. Auf den Seiten der einzelnen Unterrichtsvorhaben ist er dreidimensional zu drehen, und die dort gebrauchten Bauteile sind hervorgehoben.

  • Steckbrett

    Mini-Steckbrett mit 170 Kontakten. Trägt den gesamten Aufbau ohne Löten; alles bleibt jederzeit umsteckbar.

  • Rechenkern

    ESP32-DevKit – ein programmierbarer kleiner Computer mit gespeichertem Programm, Speicher und eingebautem Funk. Er steht auf seinen Stiftleisten über dem Steckbrett.

  • USB-Buchse

    Versorgt den Aufbau mit 5 Volt und überträgt das Programm. Ein reines Ladekabel ohne Datenadern sieht gleich aus und funktioniert nicht.

  • Taster 1

    Erste Eingabe. Liegt gegen Masse; der Pull-up wird im Programm eingeschaltet.

  • Taster 2

    Zweite Eingabe – für Moduswechsel, zweiten Spieler oder Bestätigung.

  • Summer

    Passiver Piezo-Summer als hörbare Rückmeldung; Tonhöhe und Dauer sind gestaltbar.

  • Anzeigematrix

    8×8-Leuchtmatrix mit 64 einzeln ansteuerbaren Feldern. Macht Codierung, Farbtiefe und Speicherbedarf unmittelbar sichtbar.

  • Widerstände

    330 Ω in der Datenleitung der Matrix, 100 Ω vor dem Summer – Schutz und Signalberuhigung.

  • Kondensator

    1000 µF an der 5-Volt-Versorgung. Fängt die Stromspitze beim Einschalten der Matrix ab. Polungsabhängig – falsch herum eingebaut kann er ausgasen.

  • Pegelwandler

    74AHCT125. Hebt das 3,3-Volt-Signal des Rechenkerns auf den Pegel, den die 5-Volt-Matrix sicher erkennt. Ohne ihn funktioniert die Anzeige meistens – aber nicht zuverlässig, und der Fehler ist weder Ablauf- noch Aufbaufehler.

  • Verdrahtung

    Steckbrücken zwischen Rechenkern, Bauteilen und Anzeige. Sie zeigen, was womit verbunden ist – die Brücke vom Schaltplan zum realen Aufbau.

Zeitlicher Rahmen

UnterrichtsvorhabenTitelOrientierungsrahmen
IAlgorithmen als präzise Handlungsvorschriftenca. 14 Ustd.
IIInformatiksysteme verstehen: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabeca. 12 Ustd.
IIIDaten codieren und grafisch darstellenca. 13 Ustd.
IVDatenwege und Kommunikation in Netzenca. 12 Ustd.
VInformationen schützen: Codierung, Verschlüsselung und Sicherheitca. 13 Ustd.
Summeca. 64 Ustd.

Die Werte sind Orientierung, keine feste Stundenbindung. Das Netto-Budget des Jahrgangs liegt bei etwa 90 Unterrichtsstunden; die Differenz ist Reserve für Aufbau, Fehlersuche und Sicherung – genau das, was praktische Arbeit zusätzlich kostet.

Der rote Faden

Die Unterrichtsvorhaben bauen aufeinander auf, und zwar nicht nur begrifflich. In Unterrichtsvorhaben IV hört ein drittes Gerät die Funknachricht mit – genau daraus entsteht in Unterrichtsvorhaben V die Frage nach Verschlüsselung. Die Codierung aus Unterrichtsvorhaben III erweist sich dort als kein Schutz. Am Ende bleibt eine Frage bewusst offen: Wie kommt der Schlüssel zum Partnergerät, ohne dass der Mithörer ihn erfährt? Sie wird an Jahrgang 9 übergeben.