Zustand
Beschreibt, wie etwas gerade ist: Tür offen oder geschlossen, Lampe an oder aus.
B01 · Name: ____________________ · Datum: __________
◉ Einstiegallein
Wenn du am Rechner einen Text schreibst, drückst du Tasten und siehst fast sofort Buchstaben auf dem Bildschirm. Das kennst du aus dem Alltag. Aber woher weiß der Rechner, welches Zeichen er anzeigen soll?
Leitfrage: Was passiert zwischen deinem Tastendruck und der Anzeige?
Dein Ziel heuteIch kann erklären, dass 0 und 1 vereinbarte Namen für zwei elektrische Spannungsbereiche sind.
Das hältst du fest: hier noch nichts – lies und denk mit.
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✎ Auftrag 1alleindann zu zweit
Du drückst dieselbe Taste zweimal – einmal allein, einmal zusammen mit der Umschalttaste (Pfeil nach oben oder „Shift“). Schalte die Feststelltaste vorher aus.
Legende: Beobachtung = was du siehst. Vermutung = was im Rechner passieren könnte. Beides getrennt aufschreiben.
Das hältst du fest: eine Beobachtung, eine Vermutung und eine offene Frage
Werkzeug: Schreibfeld mit großer Anzeige
Schreibe nur die Beobachtung: „Beim ersten Drücken erscheint …, beim zweiten …“. Die Vermutung besprichst du danach mündlich mit deinem Nachbarn.
Achte darauf, welche Tasten du beim zweiten Mal zusätzlich gedrückt hast.
Als ich … gedrückt habe, erschien … · Ich vermute, dass der Rechner … · Wir wissen noch nicht, …
1. Nenne die gedrückten Tasten. 2. Nenne beide sichtbaren Zeichen. 3. Vermute, welche Information der Rechner zusätzlich bekommt. 4. Formuliere, was ihr noch nicht erklären könnt.
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✎ Auftrag 2allein, dann zu zweit
Von außen siehst du Taste und Zeichen. Im Rechner arbeiten Programme und Bauteile zusammen. Lies den Text.
Legende: Die Karten zeigen verschiedene Ebenen, auf denen wir denselben Rechner betrachten – vom sichtbaren Ergebnis bis zur messbaren Eigenschaft. Die Reihenfolge ist kein zeitlicher Ablauf.
Das hältst du fest: eine geordnete Kartenreihe, einen erklärten Zusammenhang und eine offene Verbindung
Werkzeug: Sachtext und Kartensortierung (Maus oder Pfeilknöpfe)
Wenn du eine Taste drückst, übermittelt die Tastatur dem Rechner ein elektrisches Signal. Programme verarbeiten die Eingabe und veranlassen, dass auf dem Bildschirm ein Zeichen erscheint. Das Betriebssystem hilft dabei, die Eingabe dem richtigen Programm zuzuordnen. Der Prozessor führt die Befehle der Programme aus. Ein Prozessor ist ein Bauteil im Rechner, das viele kleine Rechen- und Verarbeitungsschritte ausführen kann.
Im Prozessor arbeiten elektronische Schaltungen. Sie können Signale nach bestimmten Bedingungen miteinander verknüpfen. Zum Beispiel muss ein Programm unterscheiden, ob du nur die Taste A oder zusätzlich die Umschalttaste drückst. Solche Unterscheidungen lassen sich auf viele kleine logische Verknüpfungen zurückführen. Die dafür nötigen Schaltungen enthalten sehr viele Transistoren. Ein Transistor ist ein winziges Bauteil, das einen elektrischen Weg durch ein elektrisches Steuersignal leitend oder nicht leitend machen kann. In digitalen Schaltungen nutzen wir ihn vereinfacht als Schalter.
Wir betrachten denselben Rechner also auf verschiedenen Ebenen: Wir können das sichtbare Zeichen beschreiben, die Arbeit eines Programms untersuchen oder einzelne Bauteile betrachten. Die Karten helfen dir, diese Erklärungen zu ordnen. Ihre Reihenfolge zeigt, wie wir immer genauer in den Rechner hineinsehen. Sie ist kein zeitlicher Ablauf des Tastendrucks.
Lege zuerst nur die oberste und die unterste Karte fest. Ordne dann die vier Karten dazwischen mithilfe des zweiten Textabsatzes.
Beginne beim Bildschirm. Was führt die Programmbefehle aus? Welche Schaltungen und Bauteile ermöglichen das? Zuletzt kommt die messbare Eigenschaft.
Programme · Prozessor · Befehle ausführen · Schaltungen · Transistoren · Spannung messen · „Die Karte … hängt mit … zusammen, weil …“
1. Bildschirm oben. 2. Programme verarbeiten die Eingabe. 3. Der Prozessor führt ihre Befehle aus. 4. Im Prozessor verknüpfen Schaltungen Signale. 5. Diese Schaltungen bestehen aus Transistoren. 6. An Anschlüssen misst man Spannungszustände.
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▣ Wissenzu zweit
Beschreibt, wie etwas gerade ist: Tür offen oder geschlossen, Lampe an oder aus.
Besteht zwischen zwei Punkten und kann in einem leitenden Stromkreis einen Strom ermöglichen. Einheit: Volt.
Eine digitale Schaltung unterscheidet an einem Anschluss einen niedrigen und einen hohen Bereich – gemessen gegenüber einem Bezugspunkt.
Eine Informationseinheit mit zwei möglichen Werten. Wir vereinbaren: niedrig = 0, hoch = 1.
Auf der untersten Karte steht „Spannungszustand“. Damit sind wir bei einer Frage, die Programme allein nicht beantworten: Woran kann ein elektronisches Bauteil unterschiedliche Signale erkennen?
Ein Zustand beschreibt, wie etwas gerade ist. Eine Tür kann offen oder geschlossen sein. Eine Lampe kann leuchten oder dunkel sein. Solche Eigenschaften können wir beobachten oder messen. Deshalb nennen wir sie physikalische Zustände.
In elektronischen Schaltungen spielt die elektrische Spannung eine wichtige Rolle. Spannung besteht zwischen zwei Punkten. Anschaulich ist sie ein elektrischer Antrieb, der in einem leitenden Stromkreis einen Strom ermöglichen kann. Spannung und Strom sind verschiedene Größen. Spannung messen wir in Volt.
Eine digitale Schaltung kann an einem Anschluss einen niedrigen oder einen hohen Spannungsbereich unterscheiden. Gemessen wird gegenüber einem festgelegten Bezugspunkt. Welche Voltwerte dazugehören, hängt vom Bauteil ab.
Für unser Modell vereinbaren wir: Der niedrige Spannungsbereich heißt 0, der hohe heißt 1. Eine Informationseinheit mit zwei möglichen Werten nennen wir Bit. Die Ziffern sind Namen für Zustände – in einer Leitung bewegen sich keine kleinen Ziffern. Auch die umgekehrte Zuordnung wäre als Vereinbarung möglich.
Ein einzelnes Bit reicht nicht, um alle Buchstaben zu unterscheiden. Dafür braucht man mehrere Bits und eine gemeinsame Zuordnung von Bitfolgen zu Zeichen.
Merksatz: 0 und 1 sind vereinbarte Namen für zwei unterscheidbare Spannungsbereiche – keine Bauteile und keine Ziffern in der Leitung.
Eine Ampel für Fußgänger hat zwei Zustände: rot und grün. Man könnte vereinbaren: rot = 0, grün = 1. Die Ampel besteht trotzdem nicht aus Nullen und Einsen.
Das hältst du fest: die vier Begriffskarten im Heft.
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✎ Auftrag 3allein
Du wendest die Vereinbarung an. Die Folgen sind hier kein vereinbarter Code für einen Buchstaben – es geht nur ums Übersetzen.
Legende: niedriger Spannungsbereich = 0 · hoher Spannungsbereich = 1
Das hältst du fest: eine geprüfte Bitfolge, eine Rückübersetzung und eine Erklärung an den Schüler
Werkzeug: Eingabefeld mit Prüfung, Antwortfelder
Übersetze Stelle für Stelle und schreibe unter jedes Wort seine Ziffer, bevor du die vier Ziffern zusammensetzt.
Beim Übersetzen zählt nur die Vereinbarung: niedrig = 0, hoch = 1.
Der Rechner besteht aus … · 0 und 1 sind Namen für … · niedriger/hoher Spannungsbereich
1. niedrig → 0, hoch → 1, hoch → 1, niedrig → 0. 2. 1010 → hoch, niedrig, hoch, niedrig. 3. Satz 1: Bauteile nennen. Satz 2: Zustände unterscheiden. Satz 3: 0/1 als vereinbarte Namen.
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✎ Auftrag 4zu zweit
Man könnte statt zwei Bereichen zehn Stufen nutzen und so mehr Werte an einer Stelle darstellen. Elektrische Messwerte schwanken aber etwas. Beide Skalen reichen von 0 bis 100; der Punkt startet bei 25. Der Regler verschiebt beide Punkte gleich weit. Die Zahlen sind Positionen, keine Voltwerte.
Legende: links: zwei Bereiche (0 unter 50, 1 ab 50) · rechts: zehn Stufen (je 10 breit) · Erkennungsfehler: Die rechte Skala zeigt eine andere Stufe als die ursprünglich gemeinte Stufe 2.
Das hältst du fest: drei Messzeilen und zwei begründete Antworten
Werkzeug: Regler mit zwei Skalen, Protokolltabelle
| Verschiebung | Position | Wert bei zwei Bereichen | Stufe bei zehn Stufen |
|---|---|---|---|
| 0 | |||
| +4 | |||
| +6 |
Bearbeite zuerst nur die Zeilen 0 und +6 und vergleiche nur die rechte Skala. Die Zeile +4 ergänzt du danach.
Achte auf die Grenzen: links liegt die Grenze bei 50, rechts alle 10 Positionen.
Grenze · Bereich · Stufe · Schwankung · „Bei +6 liegt der Punkt bei … Links … Rechts …“
1. Position = 25 + Verschiebung. 2. Links: unter 50 → 0. 3. Rechts: Stufe = Zehnerstelle. 4. Vergleiche mit Stufe 2.
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▮ Rückblickallein
Lies deine Vermutung aus Auftrag 1 erneut. Erkläre jetzt, wie Programme, Bauteile und elektrische Zustände zu diesem Vorgang gehören. Du musst noch keine vollständige Schaltung erklären.
Das hältst du fest: verbesserte Erklärung, Antwort an die Freundin, offene Frage
Brücke: Wir können elektrische Zustände mit 0 und 1 beschreiben. Wie verknüpfen Schaltungen mehrere solcher Signale?
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▰ Sichern
Sichere deine Antworten. Die PDF ist zum Lesen; die JSON-Datei öffnet deinen bearbeitbaren Stand wieder.
Dateinamen: B01_Nachname_Vorname_Folienheft.pdf und B01_Nachname_Vorname_Arbeitsstand.json
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◇ Knobelnzusätzlichzu zweit
Legende: Zustände: „Hand offen“ und „Faust“. Eine Nachricht = genau zwei Zeichen hintereinander.
Das hältst du fest: Zuordnung, drei gesendete Nachrichten, Testergebnis, Begründung
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◇ Knobelnzusätzlich
Legende: Skala 0 bis 100; ein Grenzwert gehört zum rechts beginnenden Teil.
Das hältst du fest: Grenzen, Zuordnungen, begründeter Vergleich