ReiheSchüler:innen · Jahrgang 10Stand Details

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Informatik WP · Jahrgang 10 · B04 · Der Transistor – ein Schalter ohne Hand

✓ Kurzcheckallein

Kurzcheck · Öffner und ODER

In einem parallelen Zweig liegt Öffner A, im anderen Schließer B.

Legende: A/B = 1: Schalter betätigt. Beim Öffner A bedeutet betätigt: Kontakt offen. L = 1: Lampe leuchtet.

  1. Stelle den Term der Schaltung auf.
  2. Prüfe ihn. Gezählt wird der erste vollständige Prüfversuch; Korrekturen bleiben möglich.
  3. Begründe in ein bis zwei Sätzen, warum das ODER hier einschließend ist.
  4. Vergleiche deinen Satz und stufe dich privat ein.

Vergleichskriterien: Nennst du den Fall, in dem beide parallelen Wege geschlossen sind, und die Wirkung L = 1?

Das hältst du fest: geprüfter Term, Begründung und Selbsteinstufung.

✓ FörderungalleinWiederholungscheck

Förderung und Wiederholungscheck

Erklärtes Beispiel

Ein Öffner T liegt allein im Lampenweg. T = 1 heißt: T ist betätigt. Dann öffnet der Kontakt und L wird 0. Darum gilt L = ¬T.

Bei parallelen Wegen werden die vollständigen Wege mit ODER verbunden.

Einstiegsvertiefung

Wenn dein Kurzcheck sicher war: Nenne zwei Vorteile und zwei Nachteile eines mechanischen Relais gegenüber einem handbetätigten Schalter.

Wiederholungscheck für alle

Legende: T = 1: Öffner betätigt. L = 1: Lampe leuchtet.

B04 · Der Transistor – ein Schalter ohne Hand

◉ Einstiegallein

Relais und Transistor als reale elektronische Bauteile in heller sachlicher Umgebung.
Relais und Transistor stehen für zwei Arten elektrisch gesteuerter Schalter. Wie kann ein Signal selbst schalten?

Wie schaltet man ohne Hand?

Frühe Steuerungen nutzten Relais. In einem Prozessor müssen jedoch Milliarden Schalter sehr schnell und ohne bewegliche Teile arbeiten.

Dein Ziel heuteIch kann einen NPN-Transistor als Schalter erklären sowie UND und ODER im idealen Transistormodell skizzieren und begründen.

Das hältst du fest: eine Vermutung: Was ersetzt die Hand?

✎ Auftrag 1zu zweit

1 · Zwei getrennte Stromkreise

Ein Taster schaltet Strom durch eine Spule. Der Elektromagnet bewegt einen Kontakt in einem getrennten Laststromkreis mit Lampe.

Legende: A = 1: Taster A betätigt. L = 1: Lampe leuchtet.

  1. Sage voraus, was bei A = 0 und A = 1 geschieht.
  2. Betätige A und beobachte Steuer- und Laststromkreis getrennt.
  3. Erkläre die Wirkungskette mit drei Pfeilen.

Das hältst du fest: Wirkungskette vom Taster bis zur Lampe

Werkzeug: Interaktives Relaismodell; Steuerpfad violett, Laststrompfad orange

Vergleichskriterien: Trennst du Steuerstromkreis, mechanische Wirkung und Laststromkreis?

Wissen zu Relais, NPN und Modellgrenzen nachschlagen
Leichterer Einstieg

Verfolge zuerst nur den linken Steuerkreis: Batterie → Taster A → Spule → Batterie. Ergänze erst danach, was der Kontakt K im rechten Lampenkreis macht.

Gestufte Hilfen
  1. Hinweis

    Zwischen Spule und Kontakt gibt es eine mechanische Wirkung, keine elektrische Leitung.

  2. Wortbank und Satzanfänge

    Taster · Steuerstrom · Elektromagnet · Kontakt · Laststrom · Lampe

  3. Schritt für Schritt

    A betätigt → Strom durch Spule → Elektromagnet zieht Kontakt an → Lastkreis geschlossen → Lampe leuchtet.

▣ WissenHeft

Wissen · NPN-Transistor als Schalter

Anschlüsse

Der NPN-Transistor hat Basis B, Kollektor C und Emitter E. In unserem Schaltermodell liegt der Emitter an Masse.

Steuerung

Ein kleiner Strom fließt über den Basiswiderstand zur Basis. Der Widerstand begrenzt diesen Basisstrom.

Laststrom

Die Kollektor-Emitter-Strecke ist der Weg durch den Transistor, durch den der Laststrom fließt. Mit Basisstrom lässt der Transistor dort Strom durch. Ohne Basisstrom sperrt er.

Gemeinsame Masse

Basis- und Laststromkreis teilen sich in dieser Schaltung Emitter und Masse. Beim Relais sind die beiden Kreise dagegen elektrisch getrennt.

Modellgrenze

Der echte BJT ist kein idealer Schalter. Es gibt Spannungsabfälle, Grenzwerte, Wärme und Schaltzeiten. Unser Modell zeigt nur die logische Schaltidee.

MOSFET-Wissenskarte

In Prozessoren arbeiten meist Feldeffekttransistoren. Ein MOSFET wird durch eine Spannung am Gate gesteuert. Auch er kann im Modell sperren oder Strom durchlassen.

Beschriftetes Schaltermodell

Der ganze Text zum Nachlesen

Ein NPN-Transistor hat die Anschlüsse Basis B, Kollektor C und Emitter E. Der Emitter liegt in unserem Modell an Masse. Eingang A führt über einen Basiswiderstand zur Basis. Der Basiswiderstand begrenzt den kleinen Steuerstrom. Fließt Basisstrom, lässt der Transistor Strom von C nach E durch. Die Kollektor-Emitter-Strecke ist der Weg durch den Transistor, durch den der Laststrom fließt. Ohne Basisstrom sperrt dieser Weg und die Lampe bleibt aus. Das Modell ist vereinfacht, denn echte Transistoren haben Grenzwerte, Spannungsabfälle und Schaltzeiten.

Merksatz: Basisstrom vorhanden → der Transistor lässt über C–E Strom durch. Kein Basisstrom → C–E sperrt.

Relais und Transistor vergleichen

Ein Relais ist anschaulich und trennt Steuer- und Lastkreis, aber es ist groß, langsam und verschleißt. Ein Transistor hat keine beweglichen Teile und kann sehr klein und schnell schalten.

Das hältst du fest: Anschlüsse B/C/E, Rolle des Basiswiderstands und zwei Modellgrenzen.

✎ Auftrag 2alleinHeft

2 · Ein Transistor schaltet L

Eingang A führt über einen Basiswiderstand zur Basis. Die Lampe liegt im Laststromkreis oberhalb des NPN; der Emitter liegt an Masse.

Legende: A = 1: Basisstrom fließt. L = 1: Lampe leuchtet.

  1. Vergleiche A = 0 und A = 1 im T1-Modell.
  2. Fülle die Zweizeilentabelle.
  3. Erkläre getrennt Basisstrompfad und Laststrompfad.

Das hältst du fest: Tabelle L = A und eine Erklärung beider Strompfade

Werkzeug: T1 · realer Einzel-BJT, animiert

Vergleichskriterien: Nennst du Basiswiderstand, Basisstrom, leitende C–E-Strecke und getrennt den Laststrom?

Wissen zu Relais, NPN und Modellgrenzen nachschlagen
Leichterer Einstieg

Vergleiche nur A = 0 und A = 1. Suche zuerst den violetten Weg zur Basis. Prüfe danach, ob der orange Weg von +U durch Lampe und C–E bis Masse geschlossen ist.

Gestufte Hilfen
  1. Hinweis

    A steuert die Leitfähigkeit von C–E; die Lampe liegt nicht im Basisstrompfad.

  2. Wortbank und Satzanfänge

    Basiswiderstand · Basisstrom · C–E-Strecke · leitend · sperrt · Laststrom

  3. Schritt für Schritt

    A=0: kein Basisstrom → C–E sperrt → kein Laststrom. A=1: Basisstrom → der Transistor lässt über C–E Strom durch → Laststrom durch Lampe.

✎ Auftrag 3zu zweitHeft

3 · Zwei Transistoren: UND und ODER

Vergleiche zwei Darstellungen. T2 zeigt elektrisch gesteuerte Kontakte als ideales Funktionsmodell. T3 zeigt die kursarbeitsnahe NPN-Skizze. Die Basisstromkreise fehlen dort bewusst.

Legende: A/B = 1: Der jeweilige Transistor lässt im Modell Strom über C–E durch. L = 1: Lampe leuchtet.

  1. Teste im T2-Modell zwei Kontakte in Reihe. Fülle die UND-Tabelle.
  2. Vergleiche mit T3: Der obere Emitter ist mit dem unteren Kollektor verbunden. Der untere Emitter liegt an Masse.
  3. Teste im T2-Modell zwei Kontakte parallel. Fülle die ODER-Tabelle.
  4. Vergleiche mit T3. Die Skizzen zeigen nicht den echten inneren Aufbau eines Logikgatters.

Das hältst du fest: UND- und ODER-Tabelle plus zwei beschriftete Skizzen im Heft

Werkzeug: T2 animiert und T3 statisch nebeneinander

Reihe · UND

Parallel · ODER

Wissen zu Relais, NPN und Modellgrenzen nachschlagen
Leichterer Einstieg

Bearbeite zuerst nur die Reihenschaltung. Stelle A = 1 ein und vergleiche B = 0 mit B = 1. Erst wenn die UND-Tabelle fertig ist, wechselst du zur Parallelschaltung.

Gestufte Hilfen
  1. Hinweis

    T2 erklärt die Funktion; T3 übt das Erkennen der vereinfachten Transistorsymbole.

  2. Wortbank und Satzanfänge

    in Reihe · beide lassen Strom durch · parallel · mindestens einer lässt Strom durch · Basisstromkreise weggelassen

  3. Schritt für Schritt

    Reihe: Prüfe jede C–E-Strecke. Parallel: Suche mindestens einen durchlässigen Zweig. Übertrage nur diese ideale Schaltfunktion auf T3.

✎ Auftrag 4alleinHeft

4 · Kursarbeitsnahe Erklärung

Eine Aufgabe zeigt zwei NPN-Transistoren in Reihe mit einer Lampe. Die Basisstromkreise sind nicht eingezeichnet.

Legende: A/B = 1: Der jeweilige Transistor lässt im Modell Strom über C–E durch. L = 1: Lampe leuchtet.

  1. Zeichne die T3-Reihenskizze beschriftet ins Heft: Lampe, C, B, E, A, B und Masse.
  2. Erkläre in drei bis fünf kurzen Sätzen, wann die Lampe leuchtet.
  3. Nenne eine Modellgrenze. Schreibe dazu, dass die Basisstromkreise fehlen.

Das hältst du fest: beschriftete Skizze und fachsprachliche Erklärung

Werkzeug: Heftskizze und Antwortfeld

Vergleichskriterien: Prüfe Aufbau, Bedingung A=B=1, unterbrochenen Fall und Modellgrenze.

Wissen zu Relais, NPN und Modellgrenzen nachschlagen
Leichterer Einstieg

Nutze vier Satzanfänge: „Oben liegt …“ – „Nur wenn A und B …“ – „Bei einer 0 …“ – „Die Skizze vereinfacht, weil …“

Gestufte Hilfen
  1. Hinweis

    Die Lampe leuchtet nur, wenn beide C–E-Strecken einen durchgehenden Laststrompfad bilden.

  2. Wortbank und Satzanfänge

    oberer Emitter · unterer Kollektor · unterer Emitter an Masse · beide lassen Strom durch · vereinfachtes Modell

  3. Schritt für Schritt

    Satz 1: Aufbau. Satz 2: Fall A=B=1. Satz 3: Fall mit mindestens einer 0. Satz 4: Modellgrenze.

✎ Auftrag 5allein

5 · Spannung am Ausgang Y

Ein Pull-up-Widerstand verbindet +U mit dem Punkt Y. Ein NPN verbindet Y bei A = 1 mit Masse. Y ist ein Spannungsausgang, keine Lampe.

Legende: A = 1: Basisstrom fließt über den Basiswiderstand; der Transistor lässt über C–E Strom durch. Y = 1: hoher Spannungsbereich gegenüber Masse. Y = 0: niedriger Spannungsbereich.

  1. Sage den Pegel Y für A = 0 voraus.
  2. Schalte A = 1 und beobachte den Laststrompfad nach Masse.
  3. Fülle die Tabelle und erkläre, warum der Ausgang invertiert.
  4. Unterscheide ausdrücklich Lampenwirkung L und Spannungspegel Y.

Das hältst du fest: Invertertabelle Y = ¬A und eine Pegelerklärung

Werkzeug: T1-Inverter mit Pegelmarke „hoch (1) / niedrig (0)“

Vergleichskriterien: Nennst du Pull-up, sperrenden und leitenden Fall sowie Spannung gegenüber Masse?

Wissen zu Relais, NPN und Modellgrenzen nachschlagen
Leichterer Einstieg

Fülle zuerst nur zwei Pfeilketten aus: A=0 → C–E sperrt → Y ____. A=1 → C–E lässt Strom nach Masse durch → Y ____. Übertrage danach die Werte in die Tabelle.

Gestufte Hilfen
  1. Hinweis

    Wenn der Transistor sperrt, zieht der Widerstand Y nach oben. Wenn er Strom durchlässt, zieht er Y nach Masse.

  2. Wortbank und Satzanfänge

    Pull-up-Widerstand · hoher Pegel · niedriger Pegel · gegenüber Masse · invertiert

  3. Schritt für Schritt

    A=0 → C–E sperrt → keine Verbindung nach Masse → Y hoch. A=1 → Strom durch C–E → Y mit Masse verbunden → Y niedrig.

▮ Rückblickallein

Rückblick · Schalter ohne Hand

Erkläre einer Person aus deinem Kurs in vier Sätzen den Weg vom Eingang A zur Lampenwirkung L bei einem einzelnen NPN-Schalter. Nenne danach den Unterschied zum Spannungsausgang Y des Inverters.

Vergleichskriterien: Enthält deine Erklärung Basiswiderstand, Basisstrom, C–E, Laststrom und den Unterschied Wirkung/Pegel?

Das hältst du fest: Vier-Satz-Erklärung und Unterschied L/Y.

Brücke: Diese Transistorschaltungen braucht man ständig. Wie kann man sie verpacken und einfacher darstellen?

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1 · PDF speichern„Antworten als PDF“ wählen und die Datei anschließend öffnen.
2 · Arbeitsstand sichernDie JSON-Datei im eigenen IServ-Ordner ablegen.
3 · Prüfen und abmeldenDownloads kontrollieren, dann Platz freigeben.

Dateinamen: B04_Nachname_Vorname_Folienheft.pdf und B04_Nachname_Vorname_Arbeitsstand.json

◇ Knobelnzusätzlich

Knobeln · Vom NAND zum UND

Unter dem Pull-up-Widerstand liegen zwei idealisierte NPN-Schalter in Reihe. Y wird genau dann niedrig, wenn beide leiten.

Legende: A/B = 1: jeweilige C–E-Strecke leitend. Y = 1: hoher Pegel gegenüber Masse.

  1. Fülle die Tabelle für Y.
  2. Stelle den NAND-Term auf.
  3. Begründe, wie aus NAND durch einen zusätzlichen Inverter ein UND-Spannungsausgang entsteht.

Das hältst du fest: Tabelle, NAND-Term und Folgerung.

Vergleichskriterien: Zeigst du beide Negationen und das Ergebnis A∧B?