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Informatik 7 · UV I · Block 03 · Zwei Taster, ein Piezo: Wir bauen und programmieren

Block 03 · Zwei Taster, ein Piezo: Wir bauen und programmieren

Stunde 4–5 · 90 Minuten

Heute bauen wir einen Signalgeber

Euer ESP32 sitzt schon im Rahmen. Heute bekommt er einen Piezo – einen kleinen Lautsprecher – und zwei Taster. Danach programmiert ihr, was beim Drücken passieren soll.

ZielIch baue Piezo und Taster an, schreibe eigene Programme mit Wiederholung und Bedingung und prüfe sie mit Testfällen.

Euer Weg heute

  1. Board mit dem PC verbinden
  2. Piezo anschließen und Ton testen
  3. Taster anschließen und prüfen
  4. Auftrag 1: Eure Klangsignatur
  5. Auftrag 2: Zwei Taster – wer hat Vorrang?
  6. Code sichern, Rückblick, PDF

Schneller fertig? Zusatzaufträge und Forschungsaufgaben findet ihr nach Auftrag 2.

Die Bauteile im Überblick. Achtung: Das Foto ist kein Steckplan – wo genau gesteckt wird, legen wir gemeinsam fest.

Unsere Anschlusskarte

Taster 1GPIO 18
Taster 2GPIO 19
Piezoüber 100 Ω an GPIO 25
LageUSB-Buchse oben: 18 und 19 links, 25 rechts

Wichtigste Regel: Umstecken nur, wenn das USB-Kabel abgezogen ist.

Schritt 1Gemeinsam bauen

Board mit dem PC verbinden

ZielMicroBlocks zeigt: Das Board ist verbunden.

Das musst du wissen

Damit PC und Board miteinander sprechen, braucht es drei Dinge:

Treiber
Ein kleines Programm auf dem PC. Damit versteht Windows den USB-Chip des Boards.
COM-Port
Der Name der Verbindung in Windows, zum Beispiel COM5. Das ist kein Anschluss am Board.
Firmware
Das Grundprogramm auf dem ESP32. Es führt eure MicroBlocks-Blöcke aus.

So geht ihr vor

  1. Nehmt ein USB-Datenkabel. Ein reines Ladekabel funktioniert nicht.
  2. Steckt das Board am PC ein.
  3. Öffnet MicroBlocks in Chrome oder Edge.
  4. Klickt auf das USB-Zeichen oben → Verbinden (USB) → wählt euer Board aus.
  5. Das Zeichen wird grün? Dann seid ihr verbunden. Die Firmware dann nicht neu installieren.

Fertig, wenn …

  • Das Verbindungszeichen in MicroBlocks ist grün.
Es klappt nicht?

Öffne nur die Stufe, die du brauchst. Danach allein weiter.

Board taucht nicht auf

Anderes Datenkabel oder anderen USB-Anschluss testen. Andere Programme, die das Board benutzen, schließen.

Im Geräte-Manager nachsehen

Geräte-Manager → Anschlüsse (COM & LPT). Board abziehen und wieder einstecken: Ein Eintrag verschwindet und kommt wieder – das ist euer Board. Gelbes Warnzeichen beim CP210x? Dann fehlt der Treiber: Hr. Klegrewe installiert ihn.

Verbunden, aber MicroBlocks meldet keine Firmware

Mit Hr. Klegrewe: Zahnrad → Firmware auf Board installieren → ESP32 wählen. Danach neu verbinden.

Nach fünf Minuten immer noch nicht

Arbeitet am Board eines Nachbarteams mit und notiert den Fehler. Hr. Klegrewe kümmert sich um euer Board.

Schritt 2Gemeinsam bauen

Piezo anschließen und Ton testen

ZielDer Piezo spielt zwei Töne nacheinander.

Das musst du wissen

Piezo: eine dünne Scheibe. Bekommt sie schnell wechselnde Spannung, schwingt sie – ihr hört einen Ton.

Zwei Anschlüsse: die Mitte und der goldene Messingrand. Beide Kabel sind rot – an der Lötstelle seht ihr, welches wohin gehört.

100-Ω-Widerstand: Er kommt zwischen Pin 25 und Piezo. Der Strom fließt erst durch den Widerstand, dann zum Piezo („in Reihe“). So schützt er den Pin.

GND ist der gemeinsame Rückweg für den Strom (Minus).

Breadboard: Die fünf Löcher einer kurzen Reihe sind miteinander verbunden.

Der Piezo: Messingrand an GND, Mitte über 100 Ω an GPIO 25.

So geht ihr vor

  1. USB abziehen.
  2. Ein Bein des 100-Ω-Widerstands in die Reihe von GPIO 25 stecken.
  3. Das andere Widerstandsbein in eine freie Reihe stecken. In dieselbe Reihe kommt das Kabel von der Mitte des Piezos.
  4. Das Kabel vom Messingrand an GND anschließen.
  5. Hr. Klegrewe oder ein anderes Team prüft: kein Kabel an 3V3, 5 V oder VIN. Dann USB einstecken.
  6. Baut in MicroBlocks die Tonprobe und startet sie. Die Tonblöcke holt ihr über Bibliotheken → Modul hinzufügen → Töne.
    wenn gestartet
      verbinde Summer mit Pin 25
      spiele Ton 440 Hz für 200 ms
      warte 300 Millisekunden
      spiele Ton 660 Hz für 200 ms

Fertig, wenn …

  • Ihr hört zwei Töne: erst tiefer, dann höher.
Kein Ton? Welcher Widerstand ist 100 Ω?

Öffne nur die Stufe, die du brauchst. Danach allein weiter.

100 Ω erkennen

Vier Ringe: Braun – Schwarz – Braun – Gold. Fünf Ringe: Braun – Schwarz – Schwarz – Schwarz – Braun. Unsicher? Stromlos nachmessen.

Auf den Beuteln stehen 330 Ω und 10 kΩ. Den 100-Ω-Widerstand erkennt ihr an den Farbringen.
Immer noch kein Ton

Prüft der Reihe nach: Steckt der Widerstand in der Reihe von GPIO 25? Steckt das Mitte-Kabel in derselben Reihe wie das andere Widerstandsbein? Ist der Messingrand an GND? Steht im Block „verbinde Summer mit Pin 25“?

Schritt 3Gemeinsam bauen

Zwei Taster anschließen und prüfen

ZielDas Board erkennt beide Taster richtig.

Das musst du wissen

Vier Beine, zwei Paare: Die Beine eines Paares sind innen immer verbunden. Erst wenn ihr drückt, wird Paar A mit Paar B verbunden.

Ein Taster braucht zwei Kabel: eins von Paar A zum Pin, eins von Paar B zu GND.

pull up: Das Board hält den Pin auf wahr, solange niemand drückt. Drücken verbindet den Pin mit GND – dann zeigt er falsch.

Merke: gedrückt = falsch. Mit dem Block nicht davor wird daraus: gedrückt = wahr.

Taster aus eurem Bestand. Welche Beine ein Paar sind, prüft ihr vor dem Stecken.

So geht ihr vor

  1. USB abziehen.
  2. Am losen Taster prüfen, welche Beine ein Paar sind (Durchgangsprüfer oder Hr. Klegrewe fragen).
  3. Beide Taster links neben das Board stecken. Paar A und Paar B müssen in verschiedenen Reihen stecken.
  4. Taster 1: ein Bein von Paar A an GPIO 18, ein Bein von Paar B an GND.
  5. Taster 2 genauso, aber an GPIO 19.
  6. Prüfen lassen, dann USB einstecken.
  7. In MicroBlocks unter Pins den Block „lies digitalen Pin 18“ nehmen, den kleinen Pfeil aufklappen und pull up wählen. Block anklicken: Der Wert erscheint. Dasselbe mit Pin 19. Testet alle vier Zeilen der Tabelle.
Taster 1Taster 2Pin 18 zeigtPin 19 zeigt
losloswahrwahr
gedrücktlosfalschwahr
losgedrücktwahrfalsch
gedrücktgedrücktfalschfalsch

Fertig, wenn …

  • Alle vier Zeilen der Tabelle stimmen.
Ein Wert stimmt nicht?

Öffne nur die Stufe, die du brauchst. Danach allein weiter.

Pin zeigt immer falsch

Dann ist der Pin schon ohne Drücken mit GND verbunden. Stecken Paar A und B vielleicht in derselben Reihe?

Wert springt ohne Drücken

Ist pull up gewählt? Steckt das GND-Kabel fest?

Wie ist das Breadboard verbunden?

Fünf Löcher einer kurzen Reihe gehören zusammen. Die andere Brett-Hälfte ist getrennt – gleiche Nummer heißt dort nicht „verbunden“.

Das geöffnete Breadboard zeigt die verbundenen Fünferreihen.
Alte Karten mit Pin 32 und 33

Die gelten nicht mehr. Heute gilt: Taster 1 = 18, Taster 2 = 19.

Auftrag 1Zu zweit am Board

Eure Klangsignatur

ZielNach dem Start spielt euer Board drei gleiche kurze Töne mit Pausen. Das Ganze dauert höchstens 1000 ms (= 1 Sekunde).

Das musst du wissen

wenn gestartet führt die Blöcke darunter einmal aus.

wiederhole 3 mal führt die Blöcke in der Klammer dreimal aus. So braucht ihr den Ton nur einmal.

Eine Runde ist das, was in der Klammer steht: hier Ton + Pause. Gesamtdauer = Anzahl Runden × (Tondauer + Pause).

Beispiel mit anderen Zahlen: 2 Runden mit 80 ms Ton und 120 ms Pause → 2 × (80 + 120) = 400 ms. Die Pause nach dem letzten Ton zählt mit, weil sie in der Klammer steht.

So geht ihr vor

  1. Wählt Tonhöhe, Tondauer und Pause.
  2. Rechnet die Gesamtdauer aus. Schreibt die Rechnung auf.
  3. Baut das Programm mit wiederhole 3 mal. „verbinde Summer mit Pin 25“ kommt vor die Klammer.
  4. Startet und hört genau hin: drei gleiche Töne?
  5. Macht die Pause 40 ms länger. Sagt vorher: Um wie viel wird alles länger? Testet dann.

Fertig, wenn …

  • drei gleiche Töne und eine Wiederholung statt drei Kopien
  • eure Rechnung ergibt höchstens 1000 ms
  • Vorhersage und Ergebnis zur längeren Pause sind notiert
Hilfe zu Auftrag 1

Öffne nur die Stufe, die du brauchst. Danach allein weiter.

Stufe 1: Mit Zahlen anfangen

Nehmt 100 ms Ton und eine Pause zwischen 100 und 200 ms. Rechnung: 3 × (100 + Pause) = … ms.

Stufe 2: Das Gerüst
wenn gestartet
  verbinde Summer mit Pin 25
  wiederhole 3 mal
    spiele Ton … Hz für … ms
    warte … Millisekunden

Setzt eure Zahlen ein.

Stufe 3: Die längere Pause

Die Pause läuft in jeder Runde einmal. Bei 3 Runden läuft sie dreimal. Wie oft kommen also 40 ms dazu?

Fertig? Weiter mit Auftrag 2.

Auftrag 2Zu zweit am Board

Zwei Taster – wer hat Vorrang?

ZielTaster 1 piept hoch, Taster 2 piept tief. Drückt man beide, gewinnt Taster 2.

Taster 1Taster 2Das Board soll …
loslosstill sein
gedrücktloshoch piepen: 880 Hz, 120 ms
losgedrückttief piepen: 440 Hz, 120 ms
gedrücktgedrücktnur tief piepen – Taster 2 hat Vorrang

Das musst du wissen

fortlaufend wiederholt seine Blöcke immer wieder, ohne Ende. So prüft das Programm die Taster ständig.

falls … sonst: Ist die Bedingung wahr, läuft der obere Teil. Sonst läuft der untere Teil. Es läuft nie beides.

„Taster 1 gedrückt“ heißt in Blöcken: nicht (lies digitalen Pin 18 pull up). Für Taster 2 nehmt ihr 19.

Vorrang: Was zuerst geprüft wird, gewinnt – wenn der andere Fall im sonst-Teil steht.

a) Programm bauen und testen

So geht ihr vor

  1. Entscheidet: Welchen Taster prüft ihr zuerst? Begründet mit der Tabelle.
  2. Baut das Programm: fortlaufend, darin falls … sonst, am Ende warte 20 Millisekunden.
  3. Schreibt für alle vier Zeilen auf, was ihr erwartet.
  4. Testet alle vier Zeilen. Stimmt etwas nicht? Ändert genau eine Stelle und testet erneut.
Hilfe zu Teil a

Öffne nur die Stufe, die du brauchst. Danach allein weiter.

Stufe 1: Welche Zeile ist schwierig?

Nur die letzte Zeile (beide gedrückt) braucht den Vorrang. Welcher Ton darf dort nicht kommen?

Stufe 2: Das Gerüst
fortlaufend
  falls [ … gedrückt ]
    spiele Ton … Hz für 120 ms
  sonst
    falls [ … gedrückt ]
      spiele Ton … Hz für 120 ms
  warte 20 Millisekunden

Füllt die Lücken.

Stufe 3: Mit dem Finger verfolgen

Stellt euch vor: beide gedrückt. Zeigt mit dem Finger auf die erste Prüfung. Ist sie wahr? Welcher Teil läuft? Wird der sonst-Teil überhaupt erreicht?

b) Fehler im fremden Programm finden wenn ihr fertig seid

Ein anderes Team hat zwei getrennte falls-Blöcke benutzt, ohne sonst:

fortlaufend
  falls [Taster 1 gedrückt]
    spiele Ton 880 Hz für 120 ms
  falls [Taster 2 gedrückt]
    spiele Ton 440 Hz für 120 ms
  warte 20 Millisekunden

Eure Schritte

  1. Welche Zeile der Tabelle geht hier schief? Sagt voraus, was man hört.
  2. Testet es oder spielt es mit dem Finger durch.
  3. Erklärt, warum euer Programm aus Teil a diesen Fehler nicht hat.

c) Vorrang tauschen wenn ihr fertig seid

Eine andere Klasse möchte: Bei beiden Tastern soll Taster 1 gewinnen. Sagt zuerst: Welche Zeile der Tabelle ändert sich? Welche drei bleiben gleich? Ändert dann nur die nötige Stelle und testet alle vier Zeilen.

Fertig mit a)? Dann weiter zu „Code sichern“. Noch Zeit? Zusatzaufträge oder Forschungsaufgaben.

Zusatz 3Zu zweit am Board · freiwillig

Ein Druck – genau ein Piep

ZielEin Druck auf Taster 1 gibt genau einen kurzen Piep – auch wenn man drei Sekunden hält. Loslassen und neu drücken gibt wieder einen Piep.

Das musst du wissen

Halten ist nicht neu drücken. Mit fortlaufend und falls piept es in jeder Runde, solange der Taster gehalten wird.

warte bis … hält das Programm an, bis die Bedingung wahr ist. Idee: Nach dem Piep wartet das Programm, bis der Taster losgelassen ist.

TestErwartete Piepser
kurz drücken1
drei Sekunden halten1
zweimal drücken, dazwischen loslassen2

So geht ihr vor

  1. Plant die Reihenfolge: warten auf Druck → Piep → warten auf Loslassen → von vorn.
  2. Baut das Programm.
  3. Testet die drei Fälle der Tabelle.
  4. Erklärt: Warum reicht ein einzelnes falls ohne fortlaufend nicht?

Fertig, wenn …

  • alle drei Tests stimmen
  • eure Erklärung nennt, wann das falls geprüft wird

Zurück zu Auftrag 2 · Zusatz 4

Zusatz 4Zu zweit am Board · freiwillig

Warnung mit Stopptaster

ZielEin Druck auf Taster 1 startet eine Warnung (Piep, Pause, Piep, …). Taster 2 stoppt sie. Danach bleibt das Board still, bis Taster 1 neu gedrückt wird.

Das musst du wissen

wiederhole bis … wiederholt die Blöcke in der Klammer, bis die Bedingung wahr ist.

Die Bedingung wird nur am Anfang jeder Runde geprüft. Ein sehr kurzes Antippen mitten in einer Runde kann deshalb verpasst werden.

So geht ihr vor

  1. Legt eine Runde fest: ein kurzer Ton und eine Pause, zusammen höchstens 400 ms.
  2. Baut das Programm mit wiederhole bis [Taster 2 gedrückt].
  3. Testet Taster 2: vor dem Start gedrückt, während eines Tons, nur kurz angetippt.
  4. Schreibt ehrlich auf: Wann prüft euer Programm den Stopptaster?

Fertig, wenn …

  • die Warnung startet und stoppt
  • ihr erklärt, warum kurzes Antippen manchmal nicht reicht

Zurück zu Auftrag 2 · Zusatz 5

Zusatz 5Zwei Teams · freiwillig

Programme gegenseitig testen

ZielEin anderes Team testet euer Programm aus Auftrag 2 – ihr testet ihres.

Das musst du wissen

Ein guter Test sagt vorher, was passieren soll. Dann wird beobachtet. Eine Abweichung meldet man mit der genauen Eingabe, zum Beispiel: „Beide gedrückt → wir hörten hoch und tief.“

Taster 1Taster 2Das Board soll …
loslosstill sein
gedrücktloshoch piepen: 880 Hz, 120 ms
losgedrückttief piepen: 440 Hz, 120 ms
gedrücktgedrücktnur tief piepen – Taster 2 hat Vorrang

So geht ihr vor

  1. Tauscht die Boards. Erklärt euren Code noch nicht.
  2. Testet alle vier Zeilen der Tabelle.
  3. Denkt euch einen fünften Test aus, zum Beispiel schnell zwischen den Tastern wechseln. Begründet ihn.
  4. Meldet die erste Abweichung zurück. Das andere Team ändert genau diese Stelle und testet noch einmal.

Fertig, wenn …

  • fünf Tests mit Erwartung und Beobachtung
  • eine Abweichung samt Korrektur – oder die Begründung, warum alles stimmt

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ForschungFreiwillig · auch über mehrere Stunden

Forschungsaufgaben für Profis

ZielIhr löst ein schweres Steuerungsproblem und begründet, warum eure Lösung funktioniert – oder wo ihre Grenze liegt.

Das musst du wissen

Hier gibt es keine fertigen Schritte. Ein begründetes Gegenbeispiel oder ein sauberer Teil-Entwurf zählt als Ergebnis. Mehr Code allein reicht nicht.

Ohne Rechner geht es auch: Haltet Regeln, Variablen und einen vollständigen Ablauf auf Papier fest. Markiert, was ihr nur angenommen und nicht getestet habt.

Wählt eine Aufgabe:

E1 · Ein Zähler, der Störungen aushält

Entwirf einen Bestellzähler mit zwei Tasten: Jeder neue Druck auf T1 erhöht den Wert um 1; Halten zählt nicht weiter. T2 setzt auf 0 zurück und hat Vorrang. Nach jeder dritten Bestellung ertönt eine Dreierbestätigung; das Zählen muss während dieser Bestätigung weitergehen. Untersuche außerdem Kontaktprellen: Ein echter Druck kann mehrere schnelle Wechsel erzeugen. Entwickle eine Regel, die erst einen 30 ms unveränderten Zustand übernimmt. Dokumentiere gespeicherte Zustände, Entscheidungsregeln und Gegenproben. Die Werkstattkarte darunter legt die Prüffälle fest.

Prüffälle: T1 roh: los bis 0 ms, gedrückt 0–5, los 5–10, gedrückt 10–60, los ab 60 ms – und ein durchgehender Druck 0–60 ms. Wie viele echte Drücke zählt eure Regel jeweils? T2 hat Vorrang; das Zählen läuft auch während der Dreierbestätigung weiter.

E2 · Eine Melodie läuft, die Bedienung bleibt bereit

Baue einen Ablaufplaner für zehn Töne. T1 startet; weitere T1-Drücke während der Folge werden verworfen. Jeder neue T2-Druck pausiert oder setzt fort. Halten schaltet nur einmal um. Beim Pausieren wird ein laufender Ton sofort bei der nächsten Eingabeprüfung gestoppt; beim Fortsetzen läuft genau seine Restzeit weiter. Entwirf die Zustände, Variablen und Übergänge selbst. Verwende Millisekunden, starte Ton und stoppe Ton; während der Folge sind spiele Ton … für … ms und längere Warteblöcke ausgeschlossen. Begründe eine Reaktionsgrenze und prüfe sie zuerst auf Papier.

Prüffall: Zehn Töne, je 200 ms Ton und 100 ms Lücke. Ton 1 beginnt bei 0 ms. Ein T2-Druck bei 70 ms pausiert: 130 ms fehlen noch. Ein neuer T2-Druck bei 1070 ms setzt fort. Plant die nächsten Wechsel. Hilfreiche Blöcke: Millisekunden, starte Ton, stoppe Ton.

E3 · Ein endlicher Speicher und zu viele Aufträge

Erweitere deinen Signalgeber zu einer Auftragsmaschine: Ein neuer T1-Druck bestellt eine Dreiermeldung. Während eine Meldung läuft, dürfen höchstens drei weitere Aufträge warten. T2 bricht bei der nächsten Prüfung den aktuellen Auftrag ab und leert den Speicher. Lege eine sicht- oder hörbare Überlastregel fest und halte die Reihenfolge angenommener Aufträge ein. Beschreibe zuerst einen Vertrag: Was wird garantiert, was bewusst verworfen? Beweise dann an deinem Entwurf, dass kein angenommener Auftrag doppelt ausgeführt wird und der Speicher begrenzt bleibt. Untersuche zuletzt die Zusage „Kein beliebig kurzer Tastendruck geht verloren“. Ist sie bei regelmäßiger Abfrage überhaupt erfüllbar?

Belastungsprobe: Auftrag A läuft, dann kommen B, C, D, E, dann ein Stopp, danach F. Erstellt eine Bilanz: angenommen, beendet, abgebrochen, abgewiesen, wartend. Nennt eine Regel, die nach jeder Runde gilt.

Zurück zu Auftrag 2

SichernFür die nächste Stunde

Code für die nächste Stunde sichern

ZielEuer Programm aus Auftrag 2 liegt auf Papier lesbar vor. Nächste Stunde arbeiten wir damit ohne Rechner.

Das musst du wissen

Eine UBP-Datei oder ein Link hilft ohne Rechner nicht. Wichtig sind die Blöcke mit ihrer Einrückung: Sie zeigt, was in welcher Klammer steht.

So geht ihr vor

  1. Schreibt euer Programm aus Auftrag 2 ab – mit Einrückung, allen Zahlen und „pull up“.
  2. Notiert oben: Datum und Anschlüsse 18 / 19 / 25.
  3. Schreibt zwei Eingaben dazu, zum Beispiel „nur Taster 1“, und was ihr dann hört.
  4. Kreuzt ehrlich an: „am Board getestet“ oder „nur vorhergesagt“.

Fertig, wenn …

  • Programm mit Einrückung, zwei Eingaben mit Ergebnis, Testvermerk

Kein eigenes Programm fertig? Kein Problem: Nächste Stunde gibt es fertige Codekarten für alle.

RückblickAllein

Rückblick: Ein Piep pro Druck?

ZielDu erklärst allein, warum Halten und neu Drücken für ein Programm verschieden sind.

Ein Board soll bei einem Druck auf Taster 1 genau einmal piepen. Jemand schreibt:

fortlaufend
  falls [Taster 1 gedrückt]
    spiele Ton
  1. Was passiert, wenn man Taster 1 drei Sekunden hält? Begründe.
  2. Schlage eine Verbesserung vor.
  3. Nenne einen Test, der zeigt, dass deine Verbesserung besser ist.

Vorlesen, Zoom und vereinbarte Hilfen sind erlaubt.

EndeSichern

Ergebnisse sichern

Das nehmt ihr mit

Ein Taster liefert nur einen Zustand. Erst die Bedingung entscheidet, was passiert. fortlaufend hält das Board bereit. Mit falls … sonst legt ihr fest, wer Vorrang hat.

Speichert euer MicroBlocks-Projekt als Datei und notiert: Taster 1 = 18, Taster 2 = 19, Piezo = 25.

  1. PDF speichernIm Druckfenster „Als PDF speichern“ wählen.
  2. PDF öffnen und prüfenStehen alle Antworten drin?
  3. AbgebenSo, wie Hr. Klegrewe es zeigt.

Dateiname: UV1_03_Ergebnisse_ und dein Kürzel, zum Beispiel UV1_03_Ergebnisse_AB.pdf

Als Nächstes: Block 04 · Code prüfen ohne Rechner

Mein Stundenordner

Informatik_7 / Reihe_1_Algorithmik / Stunde_4-5_Bauen_und_Programmieren

HTML, PDF, Arbeitsstand und Programmdateien gehören zusammen in diesen Ordner.

Später weiterarbeiten / Arbeitsstand öffnen

Die PDF ist zum Lesen. Die Arbeitsdatei enthält eure bearbeitbaren Antworten. Sichert sie vor dem Schließen im Stundenordner.

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Gib die PDF über den von Hr. Klegrewe gezeigten IServ-Weg ab. Sichere zuerst alle bearbeiteten Blätter. Danach kannst du den Tab freigeben.

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Druckt die Pflichtteile mit Antwortlinien. Zusatz und Forschung nur auf Wunsch.

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